Wochenplan II – Die Materialien

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Damit die Kinder selbstständig mit ihrem Wochenplan arbeiten können und ich als Lehrer damit sinnvoll differenzieren kann, brauchen sie und ich die passenden Materialien. Und unter passend stelle ich mir folgendes vor:

Übersichtlich und klar strukturiert

Im Unterschied zu Materialien, die durch fortwährende Variation in der Darstellung und mittels möglichst interessanter Bebilderung motivierend wirken sollen, sollten meiner Meinung nach Materialien für das selbstständige Arbeiten klar strukturiert sein. Pro Seite sollte nur ein Aufgabenformat angeboten werden. Ist das Material inhaltlich reduziert, kann es in kurzen Phasen eingeführt werden und die Kinder können selbstständig damit umgehen. Erst wenn die Kinder wirklich selbstständig mit den Materialien arbeiten können, ist ein differenzierter Wochenplan erfolgreich und auch sinnvoll.

Gestaffelt

Für die Arbeit mit dem Wochenplan sehe ich gestaffelte Materialien als sehr geeignet an: Staffelung bedeutet für mich bspw. die Reduzierung auf bestimmte rechtschriftliche oder mathematische (Zahlen-) Bereiche oder Lesehefte mit bestimmten Anspruchniveaus. Gestaffelte Hefte erfahrungsgemäß für für viele Kinder eine sehr große Motivation. Haben sie intensiv und gut gearbeitet, bekommen sie das nächste Heft. So sind die Ziele der eigenen Arbeit transparent und sie haben ein Erfolgserlebnis. Darüber hinaus haben gestaffelte Hefte mit klar beschriebenen Schwierigkeitsgraden eine sehr wichtige Funktion für die Förderung. Wenn ich durch Diagnose den Kenntnisstand eines Kindes festgestellt habe, kann ich ihm gezielt ein Material, in dem es schwerpunktmäßig daran arbeitet, als Förderung zukommen lassen und in dem Wochenplan eintragen. Im besten Fall wären die Materialien als Kopiervorlagen vorhanden. Da nicht alle Kinder das gleiche Material bekommen wäre ich so flexibler, und könnte nur die Anzahl der benötigten Materialen herstellen.

In den folgenden Posts möchte ich konkrete Materialien vorstellen.

 

Nur kurz: Die tägliche Arbeit am Wochenplan

2 Kommentare

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Kinder brauchen immer wieder Hilfestellungen bei der Arbeit mit dem Wochenplan. Aus diesem Grund wiederhole ich in meinem Unterricht auch nach der Einführung des Wochenplans immer wieder grundlegende Dinge. Um mit den Kindern ein zügiges Arbeiten an dem Plan zu üben mache ich zu Beginn jeder Arbeitsphase eine “Runde” durch die Klasse und spreche mit jedem Kind ab, was es sich für diese Stunde (minimal) vornimmt. Die entsprechende Seite markiere ich mit einem Datumsstempel. Vor dem Ende der Stunde wiederhole ich diese Runde und schau mir an, ob die Kinder die Aufgaben wirklich geschafft haben. So bekommen ich einen Eindruck, was die Kinder schaffen können.

Wochenplan I – Die Einführung

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In meinem aktuellen ersten Schuljahr habe ich schon sehr früh damit begonnen, den Wochenplan einzuführen.
Den ersten Plan gab es schon nach den Herbstferien. Zu diesem Zeitpunkt sah er auch noch bei allen Kinder gleich aus. Die in ihm enthaltenen Materialien waren den Kindern bekannt. Dazu zählten die Aufgaben zu dem Buchstaben der Woche (eigene Zusammenstellung), das Leseheft und bestimmten Seiten im Buch und Arbeitsheft vom Lehrwerk „Welt der Zahl“. Die gleichschrittige Arbeit mit diesen Materialien bildete den Schwerpunkt in den ersten Schulwochen. Der Lesefähigkeit der Kinder entsprechend habe ich für die Darstellung der Materialien Abbildungen gewählt, die ich von den Seiten der Verlage bezogen habe. In den nebenstehenden Feldern werden die Angaben der Seiten eingetragen, welche die Kinder in der Woche bearbeiten müssen. Hat ein Kind eine Arbeit fertig gestellt, malt es das passende Feld aus. Ist alles in Ordnung, stempele ich das Feld ab. In den ersten drei Wochen haben alle Kinder von mir die Seitenzahlen vorgegeben bekommen. Jeden Freitag habe ich dafür die Pläne der Kinder kontrolliert, fehlende Aufgaben markiert und neue Pläne für die nächste Woche erstellt.
In der vierten Woche habe ich mit einigen sehr selbstständigen Kindern das eigenständige Eintragen der Seitenzahlen eingeübt. Dies gelang für diesen Zeitpunkt im Schuljahr erstaunlich gut. Nach und nach sollen dies alle Kinder machen, um ihnen zunehmend mehr Selbstständig zuzugestehen, aber auch, um mich zu entlasten.
Für bestimmte Kinder ist die Arbeit mit einem Wochenplan natürlich eine Überförderung. Sie bekommen trotzdem einen von mir geschrieben, bekommen jedoch eine intensivere Betreuung und konkrete Aufgaben aus dem Plan direkt gesagt. Der Plan hilft mir bei diesen Kindern sehr die Übersicht zu behalten und konkrete Anforderungen zu stellen. Außerdem sollen sie langfristig gesehen die Arbeit damit auch erlernen.

Diese Situation bildet die Basis für eine zunehmende Differenzierung:
In den Wochen nach der Einführung habe ich die Inhalte des Wochenplans teilweise geändert. Zunehmend kann ich über den Wochenplan differenzieren.
Einigen Kindern, die sich beim Leselernen schwer getan haben, habe ich andere Materialien in den Wochenplan eingetragen. Einem Kind, das durch gute Rechenfertigkeiten auffiel, habe ich schwierigere Aufgaben im Zahlenraum bis
20 aufgegeben.

Mit dem Wochenplan verfolge ich diese Ziele:
An erster Stelle steht natürlich die Differenzierung: Ich kann einzelnen Kindern bestimmte Aufgaben zuordnen und sie somit gezielt fördern.
Den Kindern sind die Anforderung klar. Sie sehen, was sie innerhalb einer Woche schaffen müssen.
Die Eltern können über den Plan mit ihren Kindern ins Gespräch kommen. Siekönnen sehr genau nachvollziehen, was die Kinder in der Schule geschafft haben. Das Arbeiten bekommt somit eine noch stärkere Verbindlichkeit, die einige Kinder besonders brauchen.
Mich selber beruhigt die Arbeit mit dem Plan. Am Ende der Woche kann ich sehr genau sehen, was die Kinder im einzelnen geschafft haben.
Dadurch, dass die Kinder im Idealfall selbstständig mit ihren Materialien und ihrem Plan arbeiten können, finde ich in der Stunde Zeit, mich mit einzelnen Kinder intensiver zu befassen.
Im konkreten Schulalltag können die Kinder meistens ein bis zwei Stunden an diesen Plänen arbeiten. Darüber hinaus suchen sie sich Aufgaben für zu Hause auf. Dafür schreiben sie das entsprechende Datum in das passende Feld.

Es ist und bleibt eine besondere Anforderung an mich als Lehrer, den Überblick zu behalten. Absolut notwendig dafür ist die wöchentliche Kontrolle der Materialien der Kinder. Darüber hinaus hilft es mir, die Entwicklung und das Fortschreiten der Kinder genau festzuhalten. Dafür benutze ich das Programm Bento. In welcher Form, werde ich in einem anderen Post mal beschreiben.

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