Wochenplan I – Die Einführung

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In meinem aktuellen ersten Schuljahr habe ich schon sehr früh damit begonnen, den Wochenplan einzuführen.
Den ersten Plan gab es schon nach den Herbstferien. Zu diesem Zeitpunkt sah er auch noch bei allen Kinder gleich aus. Die in ihm enthaltenen Materialien waren den Kindern bekannt. Dazu zählten die Aufgaben zu dem Buchstaben der Woche (eigene Zusammenstellung), das Leseheft und bestimmten Seiten im Buch und Arbeitsheft vom Lehrwerk „Welt der Zahl“. Die gleichschrittige Arbeit mit diesen Materialien bildete den Schwerpunkt in den ersten Schulwochen. Der Lesefähigkeit der Kinder entsprechend habe ich für die Darstellung der Materialien Abbildungen gewählt, die ich von den Seiten der Verlage bezogen habe. In den nebenstehenden Feldern werden die Angaben der Seiten eingetragen, welche die Kinder in der Woche bearbeiten müssen. Hat ein Kind eine Arbeit fertig gestellt, malt es das passende Feld aus. Ist alles in Ordnung, stempele ich das Feld ab. In den ersten drei Wochen haben alle Kinder von mir die Seitenzahlen vorgegeben bekommen. Jeden Freitag habe ich dafür die Pläne der Kinder kontrolliert, fehlende Aufgaben markiert und neue Pläne für die nächste Woche erstellt.
In der vierten Woche habe ich mit einigen sehr selbstständigen Kindern das eigenständige Eintragen der Seitenzahlen eingeübt. Dies gelang für diesen Zeitpunkt im Schuljahr erstaunlich gut. Nach und nach sollen dies alle Kinder machen, um ihnen zunehmend mehr Selbstständig zuzugestehen, aber auch, um mich zu entlasten.
Für bestimmte Kinder ist die Arbeit mit einem Wochenplan natürlich eine Überförderung. Sie bekommen trotzdem einen von mir geschrieben, bekommen jedoch eine intensivere Betreuung und konkrete Aufgaben aus dem Plan direkt gesagt. Der Plan hilft mir bei diesen Kindern sehr die Übersicht zu behalten und konkrete Anforderungen zu stellen. Außerdem sollen sie langfristig gesehen die Arbeit damit auch erlernen.

Diese Situation bildet die Basis für eine zunehmende Differenzierung:
In den Wochen nach der Einführung habe ich die Inhalte des Wochenplans teilweise geändert. Zunehmend kann ich über den Wochenplan differenzieren.
Einigen Kindern, die sich beim Leselernen schwer getan haben, habe ich andere Materialien in den Wochenplan eingetragen. Einem Kind, das durch gute Rechenfertigkeiten auffiel, habe ich schwierigere Aufgaben im Zahlenraum bis
20 aufgegeben.

Mit dem Wochenplan verfolge ich diese Ziele:
An erster Stelle steht natürlich die Differenzierung: Ich kann einzelnen Kindern bestimmte Aufgaben zuordnen und sie somit gezielt fördern.
Den Kindern sind die Anforderung klar. Sie sehen, was sie innerhalb einer Woche schaffen müssen.
Die Eltern können über den Plan mit ihren Kindern ins Gespräch kommen. Siekönnen sehr genau nachvollziehen, was die Kinder in der Schule geschafft haben. Das Arbeiten bekommt somit eine noch stärkere Verbindlichkeit, die einige Kinder besonders brauchen.
Mich selber beruhigt die Arbeit mit dem Plan. Am Ende der Woche kann ich sehr genau sehen, was die Kinder im einzelnen geschafft haben.
Dadurch, dass die Kinder im Idealfall selbstständig mit ihren Materialien und ihrem Plan arbeiten können, finde ich in der Stunde Zeit, mich mit einzelnen Kinder intensiver zu befassen.
Im konkreten Schulalltag können die Kinder meistens ein bis zwei Stunden an diesen Plänen arbeiten. Darüber hinaus suchen sie sich Aufgaben für zu Hause auf. Dafür schreiben sie das entsprechende Datum in das passende Feld.

Es ist und bleibt eine besondere Anforderung an mich als Lehrer, den Überblick zu behalten. Absolut notwendig dafür ist die wöchentliche Kontrolle der Materialien der Kinder. Darüber hinaus hilft es mir, die Entwicklung und das Fortschreiten der Kinder genau festzuhalten. Dafür benutze ich das Programm Bento. In welcher Form, werde ich in einem anderen Post mal beschreiben.

Zwischenbetrachtung

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Seit mehren Wochen setze ich die schon vorgestellten Kennkarten in meinem Unterricht im ersten Schuljahr regelmäßig ein und bin zunehmend begeistert von der Vielseitigkeit und vor allem von der Anschaulichkeit, die sie bieten. Unterschiedliche Themen werden durch sie für die Kinder verständlich, die sonst sehr schwierig nachzuvollziehen sind und von den Kindern zählend gelöst werden. Dazu gehören die Ergänzungsaufgaben, die im Einklang mit unserem Mathematikbuch “Welt der Zahl” diese Woche Thema gewesen sind. Folgendermaßen bin ich dabei vorgegangen:

Ergänzungsaufgaben

Als erstes haben die Kinder sich aus ihrem Zahlenkarten-Set die Menge genommen, die sie erreichen wollten. Bei der Aufgaben 4+_=7 das Ergebnis 7. Anschließend haben sie die Menge darauf gelegt, die “sie schon haben”, also die 4. Sie konnten so auf einen Blick feststellen, welche Menge fehlt.
Diese Vorgehensweise haben wir diese Woche intensiv geübt. Bei der Beobachtung einer Parallelklasse die diesen Aufgabentyp mit einem anderen Material, oder ohne gelernt hatten, konnte ich feststellen, das diese häufig eine zählende Strategie bei der Lösung wählten. Also genau das, was wir ja verhindern sollen.


Schnellrechnen
Die Kinder sind bei der Arbeit mit den Karten grundsätzlich motiviert. Einige müssen jedoch immer davon überzeugt werden, das dies eine Hilfe zum schnellen Rechnen ist. Um dieses Ziel zu erreichen, mache ich regelmäßig “Schnellrechnen”. Dabei arbeiten zwei Kinder zusammen mit einem Kartenset, legen schnell Additionsaufgaben im Zahlenraum bis 10. Durch die geschulte quasi-simultane Zahlerfassung können die Kinder diese Aufgaben sehr schnell lösen, ohne zu rechnen. Neben der motivationalen Komponente erhoffe ich mir durch die regelmäßige Übung, dass die Kinder eine Vorstellung der Addition bekommen, auf die sie in Zukunft zurückgreifen werden.
Allgemeine Beobachtung
Gerne führe ich Zwischendurch immer wieder kurze Gespräche mit den Kinder über die Karten und die Zahlzusammenhänge. Wenn ein Kind sehr schnell die 8 erkennt, frage ich beispielsweise, wie es das so schnell gemacht hat. Dabei wird immer wieder deutlich, dass die Kinder Zusammenhänge zwischen den Mengen sehen und diese nutzen. Bei der 8 greifen die meisten auf die Zerlegungen 4+4 zurück, die zu erkennen sei. Auch die 10 als eine 2*5 wurde schon häufiger benannt. So erkennen die Kinder die Zahlen schon sehr zügig. Verwechslungen zwischen den ungeraden Zahlen 7 und 5 kommen noch am häufigsten vor. Ein gemeinsames Gespräch über die Beziehung zu den Nachbarzahlen erleichtert hier das schnelle Erkennen.

Weiter gehts mit Formzahlbildern

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Entscheidung

Es gibt zwei Möglichkeiten Punkte in einem 10er Punktefeld anzuordnen. Sie können fortlaufend ergänzt werden, bis die erste 5er Reihe voll ist um dann in der zweiten Reihe fortzufahren. Man erhällt damit Bilder und Darstellungen die sehr deutlich die Beziehung einzelner Mengen zur 5 zeigen. Färbt man die Punkte in der ersten Reihe rot und die der folgenden dann blau ist dies noch nachdrücklicher. Diese Darstellung, auch in abgeänderter Form als “Rechenschiffchen” im Mathematikbuch ‘”Welt der Zahl” gebräuchlich, ist sehr verbreitet. Meistens bildet sie die Grundlage für die Arbeit mit Wendeplättchen, welche beispielsweise bei der Addition in die Felder gelegt werden. Da dies meiner Meinung nach ein zählendes Rechnen unterstützt, da die Kinder lediglich jeweils die Menge 1 ergänzen, nämlich ein Wendeplättchen, bzw. die Aufgabe durch weiterzählen lösen, bin ich auf der Suche nach einer Alternative. Diese ist links dargestellt. Ich nutze die Formzahlbilder in diesr Form. Dadurch, dass nach unten aufgefüllt wird, entstehen Darstellungen, die eine deutliche Beziehung zu den Verdoppelungsaufgaben haben. Sie bekommen den Charakter von Puzzlestücken, was ich dadurch verstärke, indem ich sie auch passend ausschneide und nicht durch eine Rahmen versehe. Es entsteht dadurch eine Art Baukasten, mit dem die Kinder Additionsaufgaben lösen können. Ich erhoffe, dass bei den Kindern dadurch tragfähige Bilder und Vorstellungen entstehen, mit denen sie auf lange Sicht Aufgaben gedanklich durchführen können, ohne die Strategie des Weiterzählens zu nutzen. Der Nachteil der gewählten Darstellung ist die nicht direkt sichtbare Beziehung zur 5. Ich nehme dies im Tausch für die oben genannten Vorteile in Kauf und werde die Kraft der Fünf intensiv mit anderem Material thematisieren.

Einführung

Vor der “Arbeit” mit den Formzahlbildern habe ich diese erst einmal intensiv eingeführt. Ausgehend von einfachen, ungeordneten Mengendarstellungen als Eigenproduktionen, haben wir gemeinsam erarbeitet, dass man Mengen schneller zählen kann, wenn sie geordnet sind. Im Anschluss daran haben die Kinder mit unterschiedlichen Ordnungen experimentiert (Thema meine Lieblingszahl) und haben diese vorgestellt. Dies führte uns zu den Kennkarten. Mit dem Ziel der Anbahung einer Vorstellung hab ich wiederholt die Mengen am OHP präsentiert und so genannte Schnellzählrunden gemacht. In kurzen Sequenzen haben die Kinder dies an ihrem Platz wiederholt. Eine interessante Variation war, die Karten umzudrehen und überlegen zu lassen, um welche Zahl es sich handeln könnte. Die Kinder hatten die größten Probleme mit der Zahl 8. Hier mussten sie noch häufiger nachzählen, um die Anzahl angeben zu können.

Hier gibt es die Vorlage für die Kennkarten. Ausdrucken und laminieren:

Kennkarten

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