Teil 3: Behalte die Übersicht

In diesem Posting möchte ich einen weiteren elektronischen Helfer vorstellen. Er hilft mir im Alltag, die Übersicht zu behalten, er erleichtert mir die Organisation der Klasse und ist eine gute Unterstützung im Zusammenhang mit der individuellen Förderung. Sein Name ist Bento und er ist eine weitere Software, leider nur für Mac OS X. Auf eine mir bekannte Windows Alternative komme ich unten zu sprechen.

Bento ist ein Datenbankprogramm. Es ist der kleinere Bruder der sehr umfangreichen Anwendung Filemaker. Mit Bento kann auch der ungeübte Nutzer sehr schnell einfache Datenbanken anlagen, verwalten und ergänzen. Um den Einstieg zu erleichtern, werden ein paar Vorlagen mitgeliefert. Da ich jedoch die Stärke des Programms gerade in der großen Flexibilität bei der Neuanlegung von eigenen Datenbanken sehe, möchte ich darauf kurz eingehen.

Ich verwalte meine Klasse komplett mit Bento. Für jedes Kind habe ich darin einen Datensatz angelegt. In ihm gibt es den Bereich „Grunddaten“. Darin kommen Telefonnummern, Adresse und Besonderheiten. Hier sehe ich auch auf einen Blick, in welchen Fördergruppen das einzelne Kind ist, ob es mit dem Bus fährt, oder im Ganztag ist. Kommt ein neuer Bereich hinzu, kann ich ganz schnell noch ein Feld anlegen. Gibt es zum Beispiel im laufenden Schuljahr eine neue Fördergruppe, so kann ich dafür einfach ein neues Feld anlegen.

Als zweiten Bereich habe ich ein von mir so genanntes Tagebuch angelegt. Dort trage ich kurze Notizen zum Arbeits- und Sozialverhalten ein. Mit der Zeit entsteht somit eine gut Übersicht.

Für die Fächer Deutsch und Mathematik habe ich ähnliche Tagebücher angelegt. Fällt mit etwas im Unterricht auf, so trage ich es hier ein. Schaue ich die Hefte und Bücher der Kinder nach, so kommt das Ergebnis ebenfalls in das passende Tagebuch. In den Fächern habe ich aktuell auch noch Felder für die Eintragung von besonderen Lernmitteln erzeugt. So kann ich differenzierte Materialpaket an die Kinder geben und behalte dennoch die Übersicht.

Einen weiteren Bereich möchte ich noch besonders erwähnen: Das Portfolio. Damit nutze ich die Möglichkeit von Bento, auch Dateien einzubinden. Ich habe es mit zur Angewohnheit gemacht, Lernstandsdiagnosen einzuscannen und dann in Bento zu integrieren. So habe ich auch immer den Lernstand der einzelnen Kinder vor Augen und muss keine Ordner herumschleppen.

Es gibt noch weitere Nutzungsformen, die ich noch kurz anreißen möchte:

  • Beobachtungsbögen lassen sich sehr schön mit Bento im Rechner gestalten und ausfüllen. Wenn man dies mit Bento macht, sind die Daten auch direkt dort, wo man sie braucht.
  • Gesprächsnotizen Elterngespräche
  • Förderpläne gestalte ich ebenfalls mit Bento bzw. ich gestalte meine Datenverwaltung so, dass sie an sich schon eine Förderplanung darstellt.

Wenn ich mal schnell sehen muss, welche Kinder das Bastelgeld bezahlt haben, mit dem Bus fahren, im Lernstudion sind, katholischen Religionsunterricht bekommen usw. kann ich dies mit Bento auch sehr schnell nachschauen. In einer Tabellenansicht kann ich mir einzelne Merkmale der Kinder anzeigen lassen, die Liste diesbezüglich sortieren und natürlich auch ausdrucken.

Ein paar Nachteile hat Bento: In erster Linien zu Bemängeln ist, die nicht ausreichende Druckmöglichkeit. So kann man beispielsweise die Schriftgröße nicht ändern. Sehr unzufrieden bin ich auch mit dem Iphone App. Sie war fast ein Grund warum ich mich für das Iphone entschieden habe. Sie erlaubt jedoch nicht die Verknüpfung von Datenbanken. Auf meine oben beschriebenen Tagebücher kann ich nicht zugreifen und auch keine Daten hinzufügen.

Datatron ist die alternative für Windows und eigentlich auch das Programm, dass mich auf die Idee gebracht hat. Es ist kostenlos und genauso flexibel.

Bei dieser Menge an Daten, spielt natürlich der Datenschutz eine besondere Rolle. Wie ich die diesbezüglichen Probleme gelöst habe und wie meine Sicherheitsvorkehrungen aussehen ist Themas eines weiteren Postings.

Schone deinen Rücken – lies BASS online

Unterrichtet man in NRW, ist die BASS, also die Bereinigte Amtliche Sammlung der Schulvorschriften, neben den Lehrplänen die rechtliche Grundlage der Arbeit. In Papierform ist dies ein Wälzer mit den Ausmaßen eines Telefonbuches. Nicht gerade handlich. Handlich ist die Version als CD – oder noch praktischer – als Online Version. Und letztere gibt es für jeden Abonnementen als kostenlose Dreingabe. Ein Abo der BASS hat fast jede Schule und ein Online-Zugang ist schnell eingerichtet. Neben der schnellen Verfügbarkeit bietet die Internetseite zudem eine Suchfunktion. Hat man das gesuchte Gesetz gefunden, kann man dies als PDF herunterladen und im gewohnten Reader anschauen.

Teil 2: Planbook

Nachdem ich meine Aufgabenplanung erfolgreich auf den Mac übertragen hatte, habe ich dies natürlich auch mit der Unterrichtsplanung machen wollen. Bei dem Mac liegt erst einmal die Nutzung des kostenloses und mitgelieferten Icals nahe. Ein einfaches Kalenderprogramm, sehr angenehm in der Bedienung. Dort habe ich dann die Unterrichtsstunden als Termine eingetragen. Um z.B. eine Stunde in der folgenden Woche zu erstellen konnte man diese dann einfach dorthin ziehen. Mit diese Lösung war ich jedoch immer latent unzufrieden. Der Platz für Anmerkungen war zu gering und die Darstellung unübersichtlich.

Dies führte mich dann zu dem Programm Planbook von Hellmannsoft, mit dem ich aus folgenden Gründen sehr zufrieden bin:

  1. Ich brauche meinen Stundenplan nur einmalig einzugeben. Dieser wird dann wöchentlich wiederholt. Ferien und Feiertage muss ich per Hand nachtragen.
  2. Ist für eine Stunde noch kein Thema/Inhalt eingetragen, erscheint diese weiß. Habe ich sie geplant, wird sie in der definierten Farbe bunt. So habe ich einen guten Überblick darüber, was ich noch vorbereiten muss, und was schon fertig ist.
  3. Für die einzelnen Stunden habe ich massig Platz. Es gibt viele Felder, deren Bedeutung ich selber definieren kann.
  4. Man kann sogenannte Reports ausdrucken – Übersichten über die Woche oder den Tag. Wenn ich krank bin und meine Vertretung informieren möchte, was die Klasse machen soll, kann ich ihr einfach eine Übersicht über die Planung ausdrucken oder mailen.
  5. Ich kann den Stunden Unterrichtseinheiten zuordnen, was die Planung übersichtlicher macht.

Planbook bietet einen Sync-Funktion für Ical an. Ich nutze diese nicht, da diese für jedes Fach einen eigenen Kalender anlegt und Ical damit zu voll wird. Wenn ich meine Stunden sehen möchte, öffne ich einfache Planbook.

Das Programm ist leider auf Englisch und kostet 30$. Der Support ist sehr schnell. Verbesserungsmöglichkeiten werden gerne aufgenommen.

Teil 1: GTD – Wie ich Dinge geregelt kriege

Oder anders: Getting Things Done

Im Zentrum meiner „Selbstorganisation“ steht das Programm Things. Einfach strukturiert kann ich alle Dinge, die ich erledigen muss, damit organisieren. Und das sieht dann so aus:

Alles was bei meiner Planung anfällt, oder z.B. beim Duschen einfällt kommt als erstes in den Eingang von diesem Programm. Mit einem Tastaturkürzel, das man sich selber aussuchen kann, gelingt dies sehr schnell. Jetzt ist die Aufgabe, die Idee erst einmal gesichert und kann nicht mehr vergessen werden. Neben diesem Eingang gibt es noch die Bereiche „Heute“, „Als nächstes“, „geplant“ und „Irgendwann“. Mehrmals täglich setze ich mich nun hin und organisiere  damit meine Aufgaben. Als erstes verteile ich die Aufgaben, die sich im Eingangsbereich angesammelt haben auf die anderen Fächer. Dann schaue ich mir an, was ich mir für den heutigen Tag vorgenommen habe und als letztes überprüfe ich den Ordner „Als nächstes“, ob etwas davon in den heutigen Tag passt.

Eine einfache Projektplanung bietet „Things“ auch an. Dabei kann man unter Projekten Aufgaben mit mehrern Teilschritten verstehen. Dies nutze ich gerne für aufwendigere Aufgaben wie beispielsweise der Bücherbestellung.

Bei der Benutzung des Programms bin ich sehr puristisch. Die Funktion Tags zu benutzen, oder Personen den Aufgaben zuruordnen nutze ich selten.

Als wichtiges „Schmankerl“ gibt es auch ein Iphone Version. Damit kann ich alle Aufgaben, die mir unterwegs einfallen, direkt eingeben und ich kann auch mal in der Bahn meine Aufgaben strukturieren. Mac und Iphone gleichen sich leider nur über Wlan ab. Das heißt, wenn ich möchte, dass mein Rechner oder mein Iphone auf dem neuesten Stand ist, muss ich einen Abgleich manuell auslösen. Dies funktioniert problemlos, wenn beide Geräte sich im gleichen Wlan befinden.

Vergisst man diesen Abgleich, können schon mal Aufgaben vergessen werden……

Aber der Hersteller der Software scheint mittlerweile an einer Sync-Lösung mittels Cloudrechner zu arbeiten.

Alles in allem finde ich die Software gerade wegen der Übersichtlichkeit gut. Mehr Funktionen brauche ich auch nicht, würden mich auch eher vom Arbeiten abhalten.

Things

Zum Thema Worflow

Der Computereinsatz als Planungs- und Organisationsinstrument ist für mich schon lange ein Thema. Ein voller Schreibtisch, ein unübersichtlicher Kalender, überquillende Fächermappen mit Kopien, entgangene Termine, Papierstapel und natürlich ein gewisses Maß an Technikbegeisterung haben mich dazu motiviert, meine Arbeitsabläufe als Lehrer und Konrektor nahezu komplett mit meinem Mac zu erledigen und den Einsatz von Papier zu minimieren. Sehr viel Zeit habe ich in die Suche nach passenden Programmen investiert. Einige möchte ich hier vorstellen.

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Nächster Versuch

Immer mal wieder spiele ich mit dem Gedanken, einen Blog im Internet zu veröffentlichen. Zweimal hab ich einen Blog gestartet, jedesmal ist das Projekt im Sande verlaufen.

Diesmal versuche ich dranzubleiben.

Versprochen.