Zwischenbetrachtung

Seit mehren Wochen setze ich die schon vorgestellten Kennkarten in meinem Unterricht im ersten Schuljahr regelmäßig ein und bin zunehmend begeistert von der Vielseitigkeit und vor allem von der Anschaulichkeit, die sie bieten. Unterschiedliche Themen werden durch sie für die Kinder verständlich, die sonst sehr schwierig nachzuvollziehen sind und von den Kindern zählend gelöst werden. Dazu gehören die Ergänzungsaufgaben, die im Einklang mit unserem Mathematikbuch „Welt der Zahl“ diese Woche Thema gewesen sind. Folgendermaßen bin ich dabei vorgegangen:

Ergänzungsaufgaben

Als erstes haben die Kinder sich aus ihrem Zahlenkarten-Set die Menge genommen, die sie erreichen wollten. Bei der Aufgaben 4+_=7 das Ergebnis 7. Anschließend haben sie die Menge darauf gelegt, die „sie schon haben“, also die 4. Sie konnten so auf einen Blick feststellen, welche Menge fehlt.
Diese Vorgehensweise haben wir diese Woche intensiv geübt. Bei der Beobachtung einer Parallelklasse die diesen Aufgabentyp mit einem anderen Material, oder ohne gelernt hatten, konnte ich feststellen, das diese häufig eine zählende Strategie bei der Lösung wählten. Also genau das, was wir ja verhindern sollen.


Schnellrechnen
Die Kinder sind bei der Arbeit mit den Karten grundsätzlich motiviert. Einige müssen jedoch immer davon überzeugt werden, das dies eine Hilfe zum schnellen Rechnen ist. Um dieses Ziel zu erreichen, mache ich regelmäßig „Schnellrechnen“. Dabei arbeiten zwei Kinder zusammen mit einem Kartenset, legen schnell Additionsaufgaben im Zahlenraum bis 10. Durch die geschulte quasi-simultane Zahlerfassung können die Kinder diese Aufgaben sehr schnell lösen, ohne zu rechnen. Neben der motivationalen Komponente erhoffe ich mir durch die regelmäßige Übung, dass die Kinder eine Vorstellung der Addition bekommen, auf die sie in Zukunft zurückgreifen werden.
Allgemeine Beobachtung
Gerne führe ich Zwischendurch immer wieder kurze Gespräche mit den Kinder über die Karten und die Zahlzusammenhänge. Wenn ein Kind sehr schnell die 8 erkennt, frage ich beispielsweise, wie es das so schnell gemacht hat. Dabei wird immer wieder deutlich, dass die Kinder Zusammenhänge zwischen den Mengen sehen und diese nutzen. Bei der 8 greifen die meisten auf die Zerlegungen 4+4 zurück, die zu erkennen sei. Auch die 10 als eine 2*5 wurde schon häufiger benannt. So erkennen die Kinder die Zahlen schon sehr zügig. Verwechslungen zwischen den ungeraden Zahlen 7 und 5 kommen noch am häufigsten vor. Ein gemeinsames Gespräch über die Beziehung zu den Nachbarzahlen erleichtert hier das schnelle Erkennen.

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Ein Gedanke zu “Zwischenbetrachtung

  1. incognita schreibt:

    Hallo Niklas,
    mit Interesse verfolge ich deine Erfahrungen mit den Zerlegungskarten.
    Im Rahmen von mathe 2000 (Müller/Wiedmann) und dem Zahlenbuch benutze ich die Zahlzerlegungskärtchen schon seit Jahren und habe sehr ähnliche Erfahrungen damit gemacht wie du.
    Die Kinder entwickeln sehr interessante Strategien und die meistens müssen nicht mehr zählend rechnen.
    Übrigens besonders viel Spaß hat meinen Schülern immer wieder die Übung ‚Blitzblick‘ gemacht.
    Eine Karte kurz hochhalten, wegstecken und schauen wer die Menge erfasste hat. Wichtig : die Begründung, wie erfasst wurde.
    Wir haben viel Spaß mit den Karten gehabt und Rechengespräche (-konferenzen) grundgelegt.

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