Statusmitteilung

Netzwerk Grundschulleitung

Die Aufgaben und Verantwortungsbereiche für Schulleitungen gerade in Grundschulen nehmen stetig zu. Sei es die Inklusion, der fortschreitende Ausbau der Ganztagsschulen, die vielfältigen zu erstellende Konzepte, Elterngespräche, Konferenzen, Fortbildungen, Projekte und vieles mehr. Die Liste  ist lang und wird immer länger.  Erschwerend hinzu kommt, dass Schulleitungen meistens Einzelkämpfer sind. Egal, wie viel Unterstützung sie aus dem Kollegium bekommen, die meisten Entscheidungen müssen sie alleine treffen und am Ende auch verantworten. Das möchte ich (etwas) ändern. Ich möchte Grundschulleitungen zusammen bringen. Und zwar im Internet. Daher habe ich das Netzwerk für Schulleitungen http://www.grundschulleitung.de erstellt.

Was ist das?

Es ist ein geschlossener Ort im Internet, in dem nur die angemeldeten Mitglieder lesen, schreiben und sich austauschen können. Mitglieder sind nur nachgewiesene Schulleitungen von Grundschulen.

Was passiert dort?

Es können Fragen gestellt und beantwortet werden.
Aktuelle Entwicklungen und Gesetze können diskutiert, hilfreiche selbst erstellte Materialien online geteilt werden.

Aber noch viel mehr gibt es die Möglichkeit, eigene Projekte und Vorhaben vorzustellen und die anderen Mitglieder der Gruppe an deren Weiterentwicklung teilhaben zu lassen. So können wir uns gegenseitig unterstützen und gemeinsam immer besser werden. Gerade die Entwicklungen von Schulentwicklungsprojekten sind sehr spannend und für alle sehr leerreich.

Die Funktionen wachsen gemeinsam mit dem Forum. Wenn die Mitglieder weitere Ideen haben, wie wir die Zusammenarbeit optimieren können, so werden technische Umsetzungsmöglichkeiten gesucht suchen.

Warum sollte man mitmachen?

Wir als Schulleitungen haben sehr viel Arbeit und sehr viel Verantwortung.
In der Schule haben wir eine besondere Rolle, ohne jemanden an unserer Seite. Selbst eine Konrektorin hat noch sehr viel Unterrichtsverpflichtung und steht auch nur mit einem Bein in der Schulleitung.
Möglichkeiten des Austauschs und der Zusammenarbeit mit anderen Schulleitungen sind sehr rar. Dabei nehmen die Anforderungen immer weiter zu und können immer seltener von den alleine arbeitenden Schulleitungen bewältigt werden.

Das Netzwerk bietet die Möglichkeit des täglichen, zeitunabhängigen bundeslandübergreifenden Austauschs.
Lasst uns vernetzen. Lasst uns miteinander austauschen.

Warum ist diese Gruppe geschlossen?

Als Schulleitungen von Grundschulen steht wir in der Öffentlichkeit. In einem öffentlichen Forum könnten wir uns daher nicht ausreichend offen beteiligen. Offenheit im Austausch ist jedoch eine wichtige Grundlage für eine gelungene Zusammenarbeit.

Die Geschlossenheit ist Voraussetzung dafür, dass alle Mitglieder sich mit ihrem richtigen Namen einbringen. Eine anonyme Zusammenarbeit ist nicht sinnvoll.

Warum muss das ganze denn digital und online sein?

Eine online-Austausch ist zeit- und ortsunabhängig. Das passt besser in unserer gefüllten Kalender.
Jeder kann sie ganz nach seinen Vorstellungen nutzen.

Ist die Teilnahme kostenlos?

Ja. Hinter diesem Vorhaben stecken keinerlei finanzielle Interessen. Es ist ein Privatprojekt.

Wer steckt hinter dem Projekt

Kein Verlag und keine Institution. Nur ein Schulleiter, der sich mit anderen vernetzen möchte.

Interesse geweckt?

Dann bitte auf http://www.grundschulleitung.de auf mitmachen klicken.

Mein Arbeitsablauf III – Aufgabenplanung mit Things

Things

Things hab ich schon einmal grob an anderer Stelle beschrieben. Hier geht es mir in erster Linie um meinen (Gesamt-)Arbeitsablauf und wie das Programm darin integriert ist.

Things ist mein Eingangskorb für Aufgaben. Sie finden über die Synchronisierung mit der passenden App auf meinem Iphone oder über ein Tastaturkürzel ihren Weg dorthin. Eine Aufgabe ist ein einzelner, klar umrissener Handlungsschritt. Die Aufgaben formuliere ich so, dass der notwendige Handlungsschritt erkennbar ist.

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Mit einem selbstdefinierten Tastaturkürzel können Aufgaben eingegeben werden.

Nötige Informationen, wie die zur Erledigung notwendige Telefonnummer oder Texte, füge ich als Notiz oder als Link zu DEVONthink hinzu. Dass beschleunigt die Arbeit ungemein. Bei den Aufgaben kann man hinzufügen, bis wann sie erledigt werden muss und ab wann sie in den Aufgaben des Tages angezeigt werden soll.

Aufgaben und Projekte

Things unterscheidet zwischen Projekten und Aufgaben. Mit Projekten sind komplexere Aufgaben mit mehreren Handlungsschritten gemeint. Beispielsweise ist die Erstellung eines Stundenplans ein Projekt. Von diesen Projekten habe ich mehrere, teils umfangreichere, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken. Einzelne Aufgaben können diesen Projekten thematisch zugeordnet werden. Wie bei den Aufgaben kann man auch bei den Projekten hinzufügen, bis wann sie erledigt werden sollen. Auch sie erscheinen dann als dringlich in der Aufgabenübersicht des Tages.

Es gibt vier Wahlmöglichkeiten für den Zeitpunkt, wann eine Aufgabe erledigt werden soll.

1. Heute

2. Als Nächstes

3. Irgendwann: Ideen, was man „irgendwann“ mal machen möchte.

4. Geplant: Geplante Aufgaben, die zu einer bestimmten Zeit oder regelmäßig ausgeführt werden müssen.

Eine dritte Option, die ich täglich nutze, ist die Zuordnung der Zuständigkeit (Kontakte). Man kann eine Liste mit Personen anlegen, auf die Aufgaben delegiert werden. Man kann diese direkt aus dem Adressbuch importieren. Denen kann man dann auch Aufgaben zuordnen. Dies hat den Vorteil, dass ich beispielsweise eine Übersicht habe, was ich wem noch mitteilen wollte, wenn ich ihn treffe.

Die Tagesplanung

Bei meiner täglichen Arbeit mit Things gehe ich zuerst alle Aufgaben im Eingang und dann alle Aufgaben, die aus irgendeinem Grund in meinem Heute Eingang sind, durch. Dabei ordne ich die Aufgaben wenn möglich den unterschiedlichen Projekten zu und überlege, wann ich sie machen möchte oder muss (Heute, als nächstes oder geplant). Wenn ich dies getan habe, gehe ich zusätzlich noch einmal alle Projekte durch und verschaffe mir einen allgemeinen Überblick. Habe ich den Eindruck, ich habe an dem betreffenden Tag noch Zeit, suche ich mir noch weitere Aufgaben aus den laufenden Projekten. Hier habe ich etwas Entscheidungsspielraum, da dringende Aufgaben ihren Weg ja von alleine in den Bereich heute geschafft haben.

Somit habe ich habe ich eine Grundordnung für meinen Arbeitstag. Es ist klar, welche Aufgaben ich dringend bearbeiten muss und welche ich bearbeiten kann. Dadurch, dass ich alle Projekte mir einmal am Tag anschaue, kann ich mir sehr sicher sein, dass ich nichts übersehe.

Ausblick

Mit diesem beschriebenen Arbeitsablauf bin ich soweit zufrieden. In dem Bereich der Projektplanung bin ich jedoch noch auf der Suche nach einer guten Lösung. Things stellt Aufgaben als Liste dar. Dies ist bei der Planung von Projekten wenig hilfreich. Dafür benötige ich eine andere Darstellung. Aus diesem Grund hab ich typische Projektplanungssoftware für den Mac ausgetestet (Omniplan, Merlin, xplan). Damit kann ich zwar ausgefeilte Visualisierungen von Projekten erstellen (Gannt Diagramme), es fehlt mir jedoch eine Verbindung zu meiner täglichen Aufgabenplanung. Außerdem sind diese Programm schon sehr umfangreich.
Aus diesem Grund habe ich Omnifocus austestet. Ein bekanntes Task-Management Programm von dem Hersteller, der auch den Projektplaner Omniplan erstellt. Aber seltsamerweise gibt es keine Verbindung zwischen diesen beiden Programmen.

Meine aktuelle Lösung sieht so aus, dass ich meine Planung grafisch mit xmind oder omnigraffle plane und dann die Aufgaben händisch in Things übertrage. Dies ist aber umständlich. Außerdem fehlt mir in der grafischen Projektübersicht eine Darstellung der notwendigen Entwicklung.

Eine optimale Lösung sähe für mich folgendermaßen aus:

1. Planungsschritt: Ein Brainstorming kann in einem Mindmap durchgeführt werden.

2. Abstimmung der Arbeitsschritte: Die notwendigen Arbeitsschritte, die im Brainstorming erarbeitet wurden, können in einem zweiten Schritt miteinander in Verbindung gebracht werden. Dies wäre die klassische Projektplanung.

3. Die Einzelaufgaben werden dann automatisch in das To-Do Programm übernommen. Habe ich eine Aufgabe erledigt, verändert sich die unter 2 erstellte Projektplanung und ich kann sehen, welche Fortschritte das Projekt macht. Außerdem werden die Zeiten übernommen, wann eine Aufgabe fertig sein soll.

Zum Abschluss dieser Serie also eine Frage. Kennt ihr vielleicht für den Mac eine solches Programm zur Projekt- und Aufgabenplanung? Würde dafür meinen Arbeitsablauf auch glatt wieder ändern.

Ideen zu einer OER Materialdatenbank

Vor neun Jahren hab ich in mühevoller Handarbeit und mit rudimentären Programmierkenntnisse  damals aktuelle Unterrichtsmaterialien in eine Datenbank eingegeben (ca. 9000!). Herausgekommen ist dabei die Grundschuldatenbank. Sie ist zwar immer noch online, aber natürlich stark veraltet. Viele Links, die leider ins Leere laufen. Eine ständige Wartung der Seite ist mir leider nicht möglich. Die aktuelle Diskussion um den Schultrojaner und die offenen Lernmaterialien (OER) zeigen mir jedoch, dass die Grundidee richtig war: Die dezentral und verstreut angeboten Materialien in einer Datenbank zusammenbringen, so dass man sie mit einer Suchfunktion wieder auffinden kann.
Auf der Grundlage meiner Erfahrung mit der Grundschuldatenbank hier ein paar Überlegungen. Vielleicht traut sich ja mal einer an das Thema:
Der Grundaufbau der Seite war sinnvoll. Von interessanten Seiten hab ich immer alle angebotenen Materialien einzeln in die Datenbank eingebracht. Die Links führten dann auf die Seite des Anbieters. Einen direkten Download gab es nicht. Schwierig war die richtige Verschlagwortung. Die Begriffsvielfalt im Bereich der Pädagogik erschwert dies und macht genaue Vorüberlegungen notwendig. Dies ist für eine späterer Nutzung absolut notwendig. Meiner Meinung nach müssten diesbezügliche Vereinbarungen getroffen werden. Auch ist es sinnvoll, schulformspezifische Datenbanken zu erstellen.
Die manuelle Eingabe war sehr zeitaufwendig, ist jedoch unumgänglich. Aber: Viele Hände, schnelles Ende. Koordinierte Zusammenarbeit wäre hier sehr sinnvoll.  Vorbild wäre hier das DMOZ (Open Directory Project). Vorschlagen und dann redigieren durch ein Team.
Alle bisherigen Anbieter mit ins Boot holen. Unter 4teachers oder unterstufe.ch haben sich große Anbieter von freien Inhalten etabliert. Eine Zussammenarbeit wäre dringend notwendig. Fehlt einer von diesen Anbietern, muss ich mich als Suchender immer noch durch mehrere Seiten quälen.
Das Design meiner Grundschuldatenbank war natürlich sehr schlicht. Hier wäre eine Vorschau auf die Materialien notwendig, eine Kommentar- und Bewertungsfunktion natürlich auch.
Und dann die Sache mit den toten Links. Hierfür gibt es doch bestimmt schon eine technische Lösung, so dass man nicht alle Links per Hand testen muss?
Was meint ihr? Oder ist das doch der Holzweg und es müsste was ganz anderes her?

 

Wie Kinder selbstständig bloggen können

In diesem Artikel beschreibe ich, wie ich einen WordPress Blog so gestaltet habe, dass Kinder unsere Grundschule selbstständig in ihm Texte veröffentlichen können.

Die Einrichtung eines Blogs für meine damalige Klasse hab ich an dieser Stelle schon einmal beschrieben. Da ich von der Idee, Kindern dass selbstständige Bloggen zu ermöglichen, sehr überzeugt bin, möchte ich das Vorhaben auf meine ganze Schule ausdehnen. Daher habe ich den Blog auch umbenannt. Er heißt jetzt www.Schreib-ecke.de.

Zielsetzungen

Von dem Einsatz des Blogs verspreche ich mir Folgendes:

Dadurch, dass die Kinder Rückmeldungen zu ihren Texten bekommen, lernen sie das adressatenbezogene Schreiben von Texten. Sie müssen auf Nachfragen reagieren und lernen so präziser zu formulieren und die Erwartungen der Leser einzubeziehen.

Das Schreiben bekommt Ernstfallcharakter. Texte zu schreiben, die veröffentlicht werden, ist für die Kinder sinnvoll. Dies wirkt sehr motivierend.

Es findet eine inhaltiche Öffnung von Unterricht statt, da die Kinder über ihre eigenen Themen schreiben können. So finden diese Einzug in den Unterricht.
Die Schule öffnet sich außerdem nach außen. Sie gibt Einblicke in den Unterricht, da auch ihre Ergebnisse im Blog veröffentlicht werden.

Der grundlegende Aufbau

Der Blog – eine zweiseitige Angelegenheit 

Ein WordPress Blog besteht aus zwei Bereichen. Es gibt eine Vorderseite (Frontend) und eine Rückseite (Backend).

Das Frontend ist üblicherweise öffentlich im Internet einzusehen. Dort erscheinen die Artikel (Posts). Die aktuellsten sind immer an erster Stelle. Sie können von allen Besuchern kommentiert werden.

Zugang zum Backend gibt es nur mit Passwort. Hier werden die Artikel geschrieben und verwaltet. Je nach eingestellten Berechtigungen können hier die grundlegenden Einstellungen bezüglich Aussehen und Funktionen des Blogs vorgenommen werden.

Autoren und Redakteure

WordPress bietet die Möglichkeit, unterschiedliche Benutzgruppen anzulegen. Wie bei einer Zeitung gibt es Autoren und Redakteure. Für die technischen Belange ist der  Administrator zuständig. Die Kinder unserer Schule haben die Funktion von Autoren. Sie können Texte schreiben, speichern und zur Veröffentlichung vorschlagen. Dies passiert alles im Backend.

Die Lehrer sind die Redakteure. Sie bekommen Texte, die von den Kindern veröffentlich werden sollen, zur Revision. Sind sie fehlerfrei und inhaltlich akzeptabel, können sie mit einem Klick veröffentlicht werden und sie erscheinen im Blog (Frontend).

Details in der Umsetzung

104 Kinder als Autoren

Damit alle Kinder der Schule mit der Schreib-Ecke arbeiten können, mussten 104 Kinder als Autoren angelegt werden. Dies konnte zum Glück mit einem Plugin schnell erledigt werden. Import User vom CSV ermöglicht den Import mittels einer Liste, die in Excel erstellt werden und mit der Dateiendung csv gespeichert werden kann. Aus Datenschutzgründen hab ich generell nur die Vornamen der Kinder importiert.

Einfaches Backend

Das Backend enthält auch für Autoren noch immer sehr viele Funktionen. Dies wirkt etwas unübersichtlich und überfordert die Kinder. Da die Kinder möglichst selbstständig mit dem Blog umgehen sollen, hab ich es stark vereinfacht. Dies ermöglicht das Plugin Adminimize. Wie auf dem Bild oben zu sehen, haben die Kinder nur noch auf zwei Bereiche Zugriff. Sie könnnen ihre eigenen Texte schreiben, verwalten und zur Veröffentlichung vorschlagen. Darüber hinaus können sie Nachrichten empfangen und antworten (s.u.) Das Backend hat somit eine für die Kinder leicht verständliche Form.

Nachrichten

Da nach den ersten Einführungen schnell bei mir der Wunsch aufkam, den Kindern kurze Rückmeldungen zuschicken zu können, hab ich ein passendes Plugin für diesen Zweck gefunden. Da damit grundsätzlich eine Kommunikation unter allen Nutzern möglich ist, hab ich dies für meine Zwecke etwas angepasst. Jetzt kann ich allen Kindern eine kurze Nachricht schicken, sie können aber nur mir antworten.

Inhalte

Inhaltlich ist der Blog offen. Er soll in den Unterricht integriert werden. Es ist zum Beispiel möglich, als Ergebnissicherung in projektorientierten Arbeitsphasen einen Artikel für den Blog zu schreiben. Oder einen Schreibanlass auch jeweils am PC umzusetzen und dann zu veröffentlichen. Wir werden bestimmt noch viele Möglichkeiten finden.
Darüber hinaus haben die Kinder die Möglichkeit, auch in Phasen der Freiarbeit und von zu Hause aus, eigene Texte zu verfassen. Dafür gibt es keine inhaltlichen Vorgaben.

Einführung in den Klassen

Seit zwei Wochen beginne ich nach und nach mit der Einführung des Blogs in den Klassen. Uns stehen dafür in jedem Raum fünf Rechner, die miteinander vernetzt sind, zur Verfügung. Begonnen habe ich mit dem vierten Schuljahr. Dabei habe ich diese Vorgehensweise gewählt: Ich stelle den Klassen immer grob vor, worum es geht und zeige dann einzlenen Kindern, wie sie sich einloggen und eigene Texte schreiben können. Die Kinder können dann mit ihrem Benutzernamen und Passwort erste Texte schreiben. In den nächsten Wochen fungieren diese Kinder dann als Experten und geben ihr Wissen dann an andere Kinder der Klasse weiter. In dieser Woche hab ich die Eltern über die Schreib-Ecke mittels Elternbrief informiert und zugleich auch einen kurzen Artikel mit wesentlichen Informationen auf unserer Schulseite veröffentlicht.